Begriffe und Relationen fachlich stabilisieren
Ontologien beschreiben Begriffe, Klassen, Relationen, Regeln und Semantik. Wissensgraphen verbinden daraus konkrete Skill-Instanzen, Rollen, Lernangebote, Quellen und Evidenzobjekte.
Interoperabilitätsstack
Der OSC-Referenzrahmen ordnet den aktuellen Arbeitsstand: Ontologien beschreiben Begriffe, Klassen, Relationen, Regeln und Semantik; Wissensgraphen verbinden Instanzen, Quellen und Evidenzobjekte; Embeddings liefern abgeleitete Vektorsignale für Suche, Matching, Clustering, Empfehlungen und Prognosen. Modell-Outputs gelten dabei nur als Hilfssignale. Diese Trennung bleibt in Piloten sichtbar.
Orientierung
Die Standards-Seite beschreibt den aktuellen OSC-Arbeitsstand. Sie trennt Ontologie, Wissensgraph, Embeddings, Evidenz, Schnittstellen und Governance so, dass HR, Produktmanagement und Entwicklung dieselben Anforderungen prüfen können.
Ontologien beschreiben Begriffe, Klassen, Relationen, Regeln und Semantik. Wissensgraphen verbinden daraus konkrete Skill-Instanzen, Rollen, Lernangebote, Quellen und Evidenzobjekte.
Credentials, Projekte und Assessments werden mit Herkunft, Version, Kontext und Bewertungslogik verknüpft. Modellwerte und Embeddings bleiben Hilfssignale, keine Kompetenznachweise.
Geplante Exportprofile, stabile Identifier, Pflichtfelder und dokumentierte Fehlerfälle machen Schnittstellen in Piloten prüfbar, ohne daraus bereits produktive API-Zusagen abzuleiten.
Wissensgraph-Ontologie
Das Referenzmodell behandelt nicht jeden Vektor als Standard. Die Ontologie gibt Begriffen Bedeutung. Der Wissensgraph verbindet konkrete Instanzen und Evidenz. Embeddings und LLM-Vektoren helfen, Muster zu finden, bleiben aber technische Signale mit Review-Bedarf.
Ein Skill-Knoten braucht Kennung, Bezeichnung, Relationen, Quellenbezug, Version und Status, bevor nachgelagerte KI-Funktionen ihn verantwortbar nutzen können.
Verhaltensindikatoren können beobachtet oder abgeleitet sein. Sie brauchen Quelle, Zeitbezug, Kontext und Unsicherheit und ersetzen keine geprüften Kompetenznachweise.
Vier Ebenen
Der OSC-Arbeitsstand trennt Ontologie, Wissensgraph, Embeddings und Evidenz. API-/Exportprofile und Governance beschreiben, wie diese Ebenen in Piloten ausgetauscht, geprüft und versioniert werden.
Kontrollierte Begriffe, Klassen, Relationen, Regeln und Semantik bilden die versionierte Fachsprache.
Der Wissensgraph verbindet Skill-Instanzen, Rollen, Lernangebote, Quellen, Relationen und Evidenzobjekte.
Embeddings sind abgeleitete Vektorrepräsentationen für Suche, Matching, Clustering, Empfehlungen und Prognosen.
Evidenzobjekte ordnen Nachweise aus Lernen, Arbeit, Assessment und Zertifizierung mit Provenienz ein.
Zuordnung
Die Tabelle zeigt, was in Pilotprojekten konkret geprüft wird: welche Artefakte vorliegen, woran Qualität erkannt wird und in welchen Anwendungen die Ebene genutzt werden soll.
| Ebene | Artefakt | Qualitätskriterium | Anwendung |
|---|---|---|---|
| Ontologie | Skill-Katalog, Taxonomie, Ontologie, Mapping-Tabelle | Eindeutige IDs, definierte Begriffe, gepflegte Klassen, Relationen, Regeln und Versionen | Fachliche Prüfung, Suche, Rollenabgleich und Lernangebots-Mapping |
| Wissensgraph | Graph-Referenzmuster, Relationstabelle, Quellenbezug, Evidenzverknüpfung | Nachvollziehbare Instanzen, Relationen, Quellen, Kontext und Aktualisierung | Skill-Gaps, Profilabgleich, Portfolioansichten und Systemintegration |
| Embeddings | Vektorrepräsentation, Modellmetadaten, Ähnlichkeitswert, Evaluationsbefund | Dokumentierte Modellversion, Datengrundlage, Aktualisierung und klare Kennzeichnung als Hilfssignal | Ähnlichkeitssuche, Matching-Vorschläge, Clustering, Empfehlungen und Prognosen |
| Evidenz | Credential-Profil, Portfolio-Eintrag, Assessment-Datensatz, Prüfvermerk | Prüfbare Herkunft, Kontext, Gültigkeit, Bewertungslogik, Zweckbindung und Prüfstatus | Anerkennungsprozesse, Talentprofile, Qualifizierungspfade und Auditvorbereitung |
JSON-/CSV-Profile, REST-Pfade und Fehlerkataloge sind geplante Arbeitsstände für Pilotintegrationen. Verbindliche produktive Adressen, Authentifizierung, Ratenbegrenzung und SLAs entstehen erst in einer freigegebenen Spezifikation.
Qualität
Ein Arbeitsstand wird erst belastbar, wenn Pflichtfelder vollständig sind, Provenienz nachvollziehbar ist und reale Systemdaten geprüft wurden. Ergebnisse aus Pilotierungen werden als Befund dokumentiert, nicht als automatische Standardfreigabe.
Version, Herausgeber, Aktualisierung, Datenquelle und Bewertungslogik gehören zum Artefakt. Im Wissensgraphen werden Instanzen, Relationen, Evidenzobjekte, Quellen und Verknüpfungen nachvollziehbar abgelegt.
Semantisches HTML, tabellarische Referenzen und geplante Exportprofile greifen ineinander. Abgeleitete Modellwerte können Matching und Suche unterstützen, bleiben aber klar von geprüften Nachweisen und Freigabeentscheidungen getrennt.
Service-Compliance-Test
Der Service-Compliance-Test ist als pilotierbarer Prüfrahmen für digitale Services gedacht. Er unterstützt Teams dabei, Daten, Schnittstellen und Nachweise gegen den OSC-Arbeitsstand zu prüfen. Er ist kein Zertifikat und ersetzt keine finale Standardfreigabe.
Compliance bedeutet hier eine dokumentierte Prüfung gegen den OSC-Arbeitsstand. Sie umfasst Datenfelder, Kompetenznachweise, Schnittstellen und Governance. Sie ist keine Zertifizierung und keine produktive Freigabe.
Geprüft wird, ob Skill-IDs, Labels, Relationen, Sprachen, Versionen und Quellen so dokumentiert sind, dass ein Service sie eindeutig verarbeiten kann.
Ein Pilot kann zeigen, ob Beispielpayloads, Feldformate, Aktualisierungen und Fehlerhinweise verständlich sind. Produktive SLAs oder verbindliche API-Zusagen entstehen daraus nicht.
Credentials, Assessments und Portfolioeinträge werden mit Herkunft und Kontext geprüft. Matching-Werte oder Embeddings bleiben unterstützende Signale, keine abschließenden Nachweise.
Das Ergebnis ist ein Befund mit offenen Punkten, Annahmen und möglichen Anpassungen für den nächsten Pilot. Eine Konformitätsaussage entsteht erst, wenn ein freigegebener Standard und ein dafür definierter Prüfprozess vorliegen.
Nächster Schritt
Interessierte Organisationen können Artefakte, Beispieldaten, Pflichtfelder und Review-Notizen anfragen und einen konkreten Bedarf für die nächste Arbeitsgruppe einbringen.